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Weißer Schimmel – Alle Informationen

Weißer Schimmel – Der König der Suchanfragen

 

Betrachtet man die Anzahl der Suchanfragen läuft weißer Schimmel allen anderen Schimmelarten deutlich den Rang ab. Sogar der als besonders gesundheitsgefährdend betrachtete Schwarzschimmel wird erstaunlicherweise nicht so häufig im Netz gesucht wie der weiße Schimmel.

Weißer Schimmel oder Salzausblühungen

Neben begrifflichen Dopplungen mag ein Hauptgrund für die erhöhten Suchanfragen bezüglich weißen Schimmels die Verwechslungsgefahr sein, die bei dieser Schimmelpilzart besteht. Wird ein weißer Flaum oder ein weißes Gebilde auf der Wand entdeckt, tendieren Laien schnell dazu es als weißen Schimmel zu identifizieren. Weißer Schimmel wird jedoch oft mit Salzausblühungen (z.B. „Salpeter“) an den Wänden verwechselt. Gelangt Feuchtigkeit – meist aus dem Erdreich – in eine Wand, können sich aus den Baustoffen Salze lösen, die bei anschließender Trocknung an der Wandoberfläche kristallisieren. Diese Salze können als anorganische Elemente natürlich keine Mykotoxine oder muffige Gerüche bilden, da sie jedoch als Salze Feuchtigkeit aus der Luft binden können, begünstigen sie die Entstehung von Schimmel und Hausschwamm. Salzausblühungen sollten daher als frühe Warnzeichen angesehen werden. An dieser Stelle ergibt sich natürlich die Frage, wie Salzausblühungen von weißem Schimmel zu unterscheiden sind. Salzausblühungen sind mineralischen Ursprungs, geruchlos und von kristalliner Struktur, während Schimmel organisch ist, modrig riecht und fadenförmig Flächen bedeckt. Löst sich das entdeckte weiße Gebilde beim Kontakt mit Wasser auf, handelt es sich um Salzkristalle. Weißer Schimmel bleibt hingegen auch bei Wasserkontakt unverändert. Findest du einen weißen Belag auf Gipskartonplatten oder auf Holz, kann eine Salzausblühung ausgeschlossen werden. Ähnlich wie Salzausblühungen werden auch Kalkauswaschungen gebildet. Beim Eindringen von Wasser in die Wand kann bei manchen Baustoffen Kalk ausgewaschen werden. Oft ist dies in Kellern oder Garagen der Fall, wo in den Bauteilen oder im Anstrich häufig Kalk verwendet wird.

Was ist weißer Schimmel?

Schwarzschimmel bildet zu der meist helleren Wandoberfläche einen guten Kontrast, sodass er relativ früh entdeckt wird, solange er sich nicht hinter Schränken oder Kartons versteckt. Weißer Schimmel wird aufgrund seiner ungünstigen Färbung verständlicherweise erst sehr spät entdeckt. Ist der Schimmel für das bloße Auge nicht sichtbar, wird der begleitende muffige Geruch schnell als der Eigengeruch der Wohnung abgetan. Schließlich ist der Mensch ist ein Gewöhnungstier. Von Penicillin, Aspergillusbis zum Cladosporium – der Begriff „weißer Schimmel“ kann auf viele Schimmelpilzarten zutreffen. Weißer Schimmel lässt sich nicht einfach einer bestimmten Gattung zuordnen, da viele Arten in ihren ersten Wachstumsstadien eine weiße Färbung aufweisen und erst später, mit zunehmender Reifung, ihre Färbung ändern. Ein Schimmeltest verbunden mit einer Laboruntersuchung gibt Klarheit über die Gattung. Modriger Geruch oder das Auftreten von Silberfischen, Kellerasseln und Staubläusen in der Wohnung können auf weißen Schimmel hinweisen.  Er sieht meist Spinnweben ähnlich und überzieht Flächen mit einem weißen, flaumigen bzw. pudrigen Belag.

Weißer Schimmel in der Wohnung – Ursachen und Vorkommen

Ist ein Nährboden aus organischem Material, hohe Feuchtigkeit und eine ideale Temperatur gegeben, lässt Schimmel nicht lange auf sich warten. Dabei hat jede Schimmelart eine bestimmte Präferenz für bestimmte Konditionen. Dies trifft auch auf den weißen Schimmel zu. Weißer Schimmelbewuchs findet sich häufig hinter Möbeln, auf Kleidung, Rucksäcken und auf Ledermaterialien. Während Schwarzschimmel hier meist permanente Verfärbungen hinterlässt, kann weißer Schimmel gut entfernt werden. Weißer Schimmel verbreitet sich stärker in feuchten-schwülen Umgebungen, als in Umgebungen mit gesättigter Luft. Daher wird er nach Überflutungen selten in Bodennähe, d.h. an oder in der Nähe von Sockelblenden gefunden, sondern eher in Dachböden, wo hohe Feuchtigkeit vorherrscht. Innerhalb des Hauses findet sich der weiße Schimmel auch oft in Kellern, da sie häufig unbeheizt, kalt und feucht sind. Oft begegnet man weißem Schimmel auch auf vergessenem Obst und Gemüse. Die Lebensmittel sind dann mit einem weißen Spinnweben-artigen Belag überzogen, der sich später verfärben kann. Auch in so ziemlich jeder Blumenerde findet sich weißer Schimmel. Grund dafür ist eine zu starke Bewässerung der Zimmerpflanzen. Die Staunässe mit der dichten Umgebung bietet Schimmel hervorragende Bedingungen fürs Wachstum. Das ist sogar gar nicht so schlecht, da die Schimmelpilze zusammen mit Kerbtieren und Bodenbakterien das organische Material in der Erde zersetzen und somit auf natürliche Weise Düngerstoffe produzieren. Breitet sich der Schimmel jedoch zu stark aus, kann er als weißer Flaum sichtbar werden, einen modrigen Geruch verbreiten und Fäulnis fördern. Dann ist nicht nur das Wohl Ihrer Pflanzen gefährdet, sondern auch Ihre eigene.

Wie gefährlich ist weißer Schimmel? – Toxizität und Symptome

Schimmelsporen kommen nicht nur in Wohnräumen vor, sondern auch in der freien Natur. Eine komplette Meidung der Sporen ist also nicht möglich. Während ein temporärer Kontakt mit Schimmel und Schimmelsporen für die meisten gesunden Menschen keine Gefahr darstellt, sieht die Lage anders aus, wenn der menschliche Organismus über einen längeren Zeitraum dem Befall ausgesetzt ist. Besonders bei weißem Schimmel besteht die Gefahr, dass man lange Kontakt mit ihm hatte, da er aufgrund seiner Optik nicht sofort mit bloßen Auge erkennbar ist. Allergien, Kopfschmerzen, Müdigkeit, Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes, Husten oder Lungen- und Herzbeschwerden können einige Symptome sein, die auf einen lang anstehenden Kontakt mit Schimmel hinweisen. Senioren, Kinder sowie immungeschwächte Personen sind am meisten durch die Sporen gefährdet. Darüber hinaus kann weißer Schimmel bereits bestehende Krankheiten wie Asthma oder Mukoviszidose verschlimmern.

Weißen Schimmel entfernen – Wie bekämpfen Sie weißen Schimmel effektiv?

Die gute Nachricht bei weißem Schimmelbefall? Es ist einfacher zu entfernen als Schwarzschimmel, da der weiße Schimmel meist die Vorstufe von anderen Schimmelarten ist.

Testen Sie vor der Schimmelbeseitigung, ob es sich bei dem Gebilde wirklich um weißen Schimmel handelt. Sprühen Sie dafür ein wenig Wasser auf die betroffene Stelle und beobachten Sie ob das Gebilde sich auflöst. Ist dies nicht der Fall handelt es sich sehr wahrscheinlich um weißen Schimmel. Von ihrer Do-it-yourself Entfernungsstrategie für die Bekämpfung des Schimmels sollten sie in folgenden Fällen absehen:

  • Die betroffene Stelle ist größer als 0,5 Quadratmeter.
  • Die Oberfläche oder das Material ist schwierig zu reinigen.
  • Sie sind in keiner guten körperlichen Verfassung.

Wenn der weiße Schimmel sich auf entbehrlichen Gegenständen wie Kartons, Papier oder alten Büchern befindet, ist eine Entsorgung am einfachsten. Aus absorbierenden Materialien wie Teppich oder Kleidung ist es besonders schwer weißen Schimmel zu entfernen. Eine Ersetzung der entsprechenden Materialien ist hier sinnvoller. Ziehen Sie vor der Behandlung des infizierten Bereichs Ihre Sicherheitskleidung an (Mund-/Nasenschutz, Augenschutz, Handschuhe, evtl. Einweg-Overall). Für die Entfernung des Schimmels müssen Sie bei geringem Befall nicht die harten Geschosse auffahren. Mischen Sie Wasser mit Reinigungsmittel, um eine milde Reinigungslösung zu erhalten. Bürsten Sie die betroffene Stelle leicht ab und tragen Sie die Reinigungslösung mit einem Schwamm auf. Die Lösung sollte den Schimmel gut entfernen. Eine weitere Möglichkeit ist das Verwenden von Alkohol als Reinigungslösung. Dieser entzieht dem Myzelgeflecht effektiv die Feuchtigkeit und verflüchtigt sich auch rasch. Bei intensiverem Befall können Sie auf stärkere chemische Mittel wie Chlorbleiche oder Borax zurückgreifen. Achten Sie dabei stets auf ausgiebige Lüftung des infizierten Raumes.