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Grüner Schimmel – Alle Informationen

Grüner Schimmel – Der am weitesten verbreitete Schimmel

 

Der grüne Schimmel ist der bekannteste und weltweit die am meisten verbreitete Schimmelart. Er wird aufgrund seiner Farbe häufig mit Algen verwechselt. Algen sind jedoch glitschig und nass, während grüner Schimmel sich weich und flauschig anfühlt. Darüber hinaus breiten sich Algen meist großflächig aus und nicht in Kolonien wie der Schimmel. Beide Arten benötigen einen feuchten Untergrund um zu gedeihen. Während Algen erst ab einer Umgebungsfeuchte von rund 92 Prozent wachsen können, reichen dem grünen Schimmelpilz weit niedrigere Feuchtigkeitswerte um ausgiebig zu wachsen. Wenn Sie Algenbewuchs Zuhause finden, werden Sie mit großer Wahrscheinlichkeit auch auf Schimmel treffen.

Was ist grüner Schimmel?

Viele Schimmelgattungen, wie z.B. Aspergillus,PenicilliumoderCladosporiumkönnen eine grünliche Farbe annehmen. Manchmal weist der grüne Schimmel auch gräulich, bräunliche oder gelbliche Farbtöne auf. Der wohl bekannteste Vertreter des Grünschimmels ist der Aspergillus fumigatus. Er gehört, wie der gelbe Schimmel, zur Gattung der Aspergillus, hat eine flauschige Konsistenz und wächst am idealsten in einem Temperaturbereich von 12-56 °C.

Darüber hinaus ist er ein saprophytischer Pilz, welcher eine wichtige Rolle beim Recycling von Kohlenstoff und Nitrogen spielt. Der Boden ist sein natürliches Habitat, wo er durch und auf organischen Ablagerungen wächst. Nicht selten tritt er mit anderen Schimmelarten in Erscheinung. Bemerkbar macht er sich, wie andere Schimmel, durch einen muffigen Geruch.  Die grünliche Färbung des Pilzes wird meist durch den Untergrund, auf dem sich der Pilz befindet, ausgelöst.

Klima und Region sind weitere Faktoren, welche die Färbung beeinflussen können. Interessanterweise hat Schimmel sehr viele natürliche Feinde. Es gibt eine Vielzahl an Mikroben, die sich von Schimmel ernähren. Experten glauben, dass diese mitverantwortlich sind für die grünliche Färbung mancher Schimmelarten.

Woher kommt grüner Schimmel an der Wand? – Ursachen und Vorkommen

Treffen die Sporen des grünen Schimmels auf einen organischen Untergrund und sind umgeben von hoher Feuchtigkeit und der passenden Temperatur, können sie sich einfach ansetzen und ausbreiten. Besonders häufig findet man grünen Schimmel in der Nähe von Heizkörpern, auf Tapeten, unter dem Fußbodenbelag, hinter Wandverkleidungen oder auf Polstermöbeln und Schaumstoffmatratzen. Oft betroffen von grünem Schimmel sind auch Feuchträume wie das Badezimmer, die Küche und der Keller. Auch Biotonnen, Kompost, Blumenerde sowie Lebensmittel bieten ihm einen idealen Nährboden fürs Wachstum. 

Grüner Schimmel – Gesundheitliche Folgen und Toxizität

Schimmel wird als „toxisch“ beschrieben, wenn er Mykotoxine produziert. Wie der Schimmelgeruch, sind Mykotoxine Sekundärmetabolite, die verraten von was sich der Schimmel ernährt und welches Reifungsgrad bereits erreicht worden ist. Die Toxizität der Sporen ist abhängig vom Immunsystem des menschlichen Wirts, als auch vom Expositionsniveau. Der bekannteste Vertreter der grünen Schimmelarten, Aspergillus fumigatus, gehört zur Gattung der Aspergillus. Wie die gelbe Schimmelart Aspergillus flavussind die Sporen dieser Schimmelart besonders gefährlich. Noch vor einigen Jahren wurden Sporen des Aspergillus fumigatusals schwache Pathogene angesehen. Der Anstieg immunsupprimierter Patienten führte jedoch auch zu einem Anstieg an Aspergillose Erkrankungen, die meist fatal endeten. Mittlerweile zählen Aspergillosen zu den am meisten verbreiteten Schimmelinfektionen weltweit. Aspergillus fumigatusproduziert unter anderem das Mykotoxin Glitotoxin, welcher den Zelltod bei tierischen und menschlichen Körperzellen beschleunigen kann. Bei körperlich gesunden Menschen zeigen sich Allergien und Atemwegserkrankungen, während bei immunschwachen Menschen über die Lunge ein Befall jedes Organs und des zentralen Nervensystems vorkommen kann.

Grünen Schimmel entfernen                                                                              

Grüner Schimmel kann zu ernsten gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen und muss daher unmittelbar nach seiner Entdeckung entfernt werden. Hat der Schimmel nur eine sehr kleine Fläche befallen, kann die Entfernung des Schimmels auch selbst in Angriff genommen werden. Da die Sporen dieser Schimmelart besonders allergen sind, ist eine entsprechende Schutzkleidung unbedingt notwendig. Wischen Sie die betroffene Stelle mit 70-80 prozentigem medizinischen Alkohol sorgfältig ab. Als Alternative zu Alkohol können Sie auch eine Essig-Wasser Lösung verwenden. Der Säuregehalt des Essigs entfernt leichten Schimmelbefall zuverlässig. Bei hartnäckigem Schimmel lohnt sich das Verwenden einer Wasserstoffperoxid Lösung. Im Gegensatz zu anderen Hausmitteln tötet Wasserstoffperoxid auch die Pilzsporen ab, sodass bis zu einem gewissen Grad die Neubildung des Schimmels verhindert werden kann. Eine 3%-ige Lösung müsste eine ausreichende Wirkung erzielen. Achten Sie darauf, dass die betroffene Stelle nicht zu feucht ist, um die Wirkung der Lösung nicht abzuschwächen. Eine Einwirkzeit von 10 Minuten ist ausreichend. Wischen Sie anschließend die Reste des Pilzmyzels vorsichtig ab und entsorgen Sie alle verwendeten Lappen und Bürsten.