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Schimmel im Keller

Ursachen, Entfernung und Vorbeugung

Schimmel ist eine Volkskrankheit des 21. Jahrhunderts. Er begann sich zu manifestieren, als mehr und mehr Bewohner ihren Altbau durch Sanierung und Renovierung in neuer Pracht erstrahlen lassen wollten. Das Schimmelproblem beschränkt sich schon lange nicht mehr nur auf den Altbau. Der Verband Privater Bauherren (VPB) schätzt, dass jeder zweite Neubau während der Bauzeit von Schimmel befallen wird. In einem Raum des Hauses wundert sich jedoch kaum ein Bewohner, wenn Schimmel entdeckt wird.

Jeder Hausbewohner kennt sie, diese alten immer feuchten Keller, die leicht muffig riechen und nicht trocken zu kriegen sind. Es rieselt hier ein wenig Farbe, dort platzt ein bisschen Putz auf, und dahinten wächst etwas Unbestimmtes. Allein der Begriff „Keller“ weckt in fast jedem Menschen nur solche negativen Assoziationen.

Feuchtigkeit in alten Kellern ist praktisch ein Normalzustand. Zu Großmutters Zeiten war das kein großes Problem. Schließlich lagerten sie in Ihren Kellern keine Kleidung, Akten oder Spielsachen, sondern die Ernte. Das beweisen unter anderem die Kartoffelkeller, die im ländlichen Raum früher Standard in jedem Haus waren. Kartoffeln, Karotten, Pastinaken, Radieschen und Rettich ließen sich im Keller bei Temperaturen um 5°C und einer Luftfeuchtigkeit um die 90% ideal halten. Heutzutage werden Keller anderweitig genutzt. Schimmel im Keller kann zu Schimmel im gesamten Haus führen.

 

Sonderfall Keller

Die meisten Menschen sind, wenn Sie Schimmel im Keller entdecken, nicht gleich in Alarmbereitschaft versetzt. Schließlich ist dieser Bereich meist nicht bewohnt. Es ist jedoch ein häufiges und ernstzunehmendes Problem. Das liegt nicht zuletzt daran, dass ein Teil der Kellerwände unter der Erdoberfläche liegt. Hier herrschen andere Umgebungsbedingungen als in Wohnräumen über der Erdoberfläche. Eine Schimmelbildung hier ist insbesondere deshalb gefährlich, weil Schimmelsporen über den Keller ins gesamte Haus getragen werden. Der Grund dafür ist der sogenannte Kamineffekt. Er führt dazu, dass warme Luft im Haus in die oberen Stockwerke aufsteigt und sogar das Dachgeschoss erreicht. Schimmelsporen, Staubmilben und modrige Gerüche können so in die oberen bewohnten Bereiche getragen werden. Herrschen dort gute Bedingungen für das Einnisten und Wachstum der Sporen, verbreitet sich der Schimmel im ganzen Haus.

 

Salpeter im Keller – Verwechslungsgefahr 

Wird ein weißer Belag an Kellerwänden entdeckt, muss es sich nicht zwangsläufig um Schimmel handeln. Salpeter- bzw. Salzausblühungen sehen weißem Schimmel zum Verwechseln ähnlich. Diese Ausblühungen entstehen durch kapillare Feuchtigkeit, welche durch feine Risse und Spalten im Mauerwerk langsam nach oben steigt. Mit dem Wasser dringen auch die Salze aus dem Boden ins Mauerwerk ein. Wenn die Mauer trocknet, kristallisieren sich die Salze an der Wandoberfläche. Diese Salze können als anorganische Elemente natürlich keine Mykotoxine oder muffige Gerüche bilden, da sie jedoch als Salze Feuchtigkeit aus der Luft binden können, begünstigen sie die Entstehung von Schimmel und Hausschwamm. Die Poren im Mauerwerk werden durch die Salzkristalle weiter verengt und behindern die Austrocknung. Die Volumenvergrößerung der Salzkristalle beschädigt zudem Putz und Anstriche. Salzausblühungen sollten als frühe Warnzeichen für Feuchtigkeit im Mauerwerk angesehen werden.

An dieser Stelle ergibt sich natürlich die Frage, wie Salzausblühungen von weißem Schimmel zu unterscheiden sind. Salzausblühungen sind mineralischen Ursprungs, geruchlos und von kristalliner Struktur, während Schimmel organisch ist, modrig riecht und fadenförmig Flächen bedeckt. Löst sich das entdeckte weiße Gebilde beim Kontakt mit Wasser auf, handelt es sich um Salzkristalle. Weißer Schimmel bleibt hingegen auch bei Wasserkontakt unverändert. Findest du einen weißen Belag auf Gipskartonplatten oder auf Holz, kann eine Salzausblühung ausgeschlossen werden. Ähnlich wie Salzausblühungen entstehen auch Kalkauswaschungen. Bauteile mit Kalk werden häufig in Kellern und Garagen verwendet, und können beim Eindringen von Wasser Kalk auswaschen.

 

Ursachen von Schimmel im Keller

Falsches Lüftungs- und Heizverhalten

Kellerräume sind häufig mit sehr kleinen Fenstern versehen, welche den Luftaustausch erschweren. Darüber hinaus besitzen die meisten Keller nur Kippfenster mit niedrigen Öffnungswinkeln oder festverglaste Fenster, wodurch die Lüftung enorm eingeschränkt wird. Kellerfenster mit Dreh-Kipp Funktion (lassen sich ganz öffnen) sind am teuersten und werden aufgrund der Einbruchgefahr nicht oft verwendet. Eine ordentliche Stoßlüftung ist im Keller daher nur schwer durchzuführen. Da der Raum auch im Alltag wenig im Fokus steht, denken viele Bewohner, dass mit einem Fenster in Kippstellung der erforderlichen Kellerlüftung Genüge getan ist.

 

Heißer Sommer – Feuchter Keller

62% der deutschen Bevölkerung sind davon überzeugt, dass ausgiebiges Lüften im Sommer die Schimmelbildung verhindere. Nur 19% wissen, dass auch im Sommer Stoßlüften die richtige Wahl ist. Zugegeben die richtige Antwort ist nicht offensichtlich, denn die Sache mit dem Lüften hat im Sommer einen Haken: Sommerkondensation.

Zwei Punkte müssen zur Erklärung bedacht werden: Im Winter sind teils oder komplett vom Erdboden eingerahmte Keller tendenziell wärmer und im Sommer kühler als die oberirdischen Räume.

Puffer – Je tiefer man in die Erdschichten eindringt, desto wärmer wird es. Besonders Bergleute merken das jeden Tag. An der Erdoberfläche jedoch, also auf den ersten 30 bis 40 Metern, wird die Temperatur vom Wetter bestimmt. Wenn es warm ist nimmt der Boden Wärme auf und wenn es kalt ist, gibt er sie wieder ab. Dies geschieht so langsam, dass es letztendlich immer gleich warm oder kühl ist. Das Erdreich fungiert für den Keller daher wie ein Puffer. Der Keller bleibt also im Sommer angenehm kühl, weil er vom Erdboden umgeben ist.

Im Sommer enthält die Außenluft sehr viel Feuchtigkeit und trifft im Keller dann auf kühle Wände. Es kommt zur Kondensation an der Wand und Schimmel wird begünstigt. Wer also versucht im Sommer den Muff aus dem Keller zu lüften, sollte sich später nicht über noch mehr Muffigkeit plus Schimmelpilzbefall im Keller wundern.

 

Feuchtes Mauerwerk

Eine kaputte oder fehlende Dachrinne an der Wetterseite kann dazu führen, dass das Mauerwerk feucht wird und nicht ordentlich trocknet. Falls Dachrinne oder Fallrohr defekt oder verstopft sind oder Außenwandabstände nicht eingehalten werden, kann Regenwasser ins Außenmauerwerk eindringen und einen Schimmelbefall im Keller begünstigen.

 

Undichtigkeiten und Wasserschäden

Undichtigkeiten in der Kellerwand, defekte Waschmaschinen, Wäschetrockner, geplatzte oder undichte Rohrleitungen können über einen längeren Zeitraum Wasser in den Kellerraum abgeben, ohne dass es bemerkt wird. Warme Raumluft kann auch an schlecht isolierten Kaltwasserleitungen kondensieren und die für den Schimmel benötigte Feuchtigkeit liefern.

 

Wäschetrocknen

Wo findet man in Großstadthäusern schon Platz seine Wäsche zu trocken, wenn nicht im Keller? Zugegeben der Keller ist äußerst praktisch zum Wäsche waschen und trocknen. Bedacht werden muss jedoch, dass Waschmaschine und Wäschetrockner bzw. das Wäsche trocknen im Keller Unmengen an Feuchtigkeit produziert. Denken Sie nur an den Gewichtsunterschied zwischen nasser und trockener Kleidung! Die Feuchtigkeit hat in schlecht gefensterten Kellern kaum Möglichkeiten zu entweichen und schlägt sich an den kalten Kellerwänden nieder.

 

Hoher Grundwasserstand

Das Grundwasser kann vor allem für den Keller zum Problem werden. Häufiger Regen führt zu einem ansteigenden Grundwasserstand. Da im Erdreich ein hoher Druck vorherrscht, ist der Keller für das Eindringen von Wasser besonders anfällig. Wenn das Grundwasser außen hochsteht, dringt es ab einer bestimmten Höhe in den Keller ein mit dem Bestreben sich auszugleichen. Wird das Wasser rausgepumpt kommt es wieder nach. So wird der Kellerboden feucht oder es bilden sich Wasserlachen. Da die Betonsohle in Altbauten meist nur fünf bis sieben Zentimeter dick ist, kann der ständige Druck zu einem Einreißen der Sohle führen.

 

Überschwemmungen

Hochwasser bzw. Überschwemmungen können in unseren Breiten zu allen Jahreszeiten auftreten. Dreck, Schlamm und zerstörter Hausrat sind Hinterlassenschaften des Hochwassers. Auf den durchfeuchteten Wänden wachsen die ersten Schimmelpilze, bevor man überhaupt den gesamten Schaden ins Auge genommen hat. Bei sommerlichen Temperaturen zeigt sich der Schimmel schon nach etwa zwei Wochen.

 

Schlechte Wärmedämmung

Haben Sie schnell kalte Füße, weil der Fußboden so kalt ist? Dann kann es daran liegen, dass ihr Keller nicht beheizt wird und die Kälte durch die ungedämmte Kellerdecke nach oben dringt. Unterirdisch liegende Kellerräume sind zumeist schlecht isoliert. Da im Keller jedoch auch Waschmaschine, Wäschetrockner und Zentralheizung ihren Platz finden, wird viel Feuchtigkeit produziert, welche sich an den kalten Kellerwänden und an der Kellerdecke niederschlägt.

 

Zustellung der Wände

Der Keller wird von den meisten Bewohnern als Aufbewahrungsplatz für Gegenstände genutzt, die nicht mehr oder gerade nicht benötigt werden. Um für Ordnung zu sorgen, werden Kleidung, Bücher und Zeitschriften in Kartons gepackt und nah an die Wand gestellt, um die kleine Kellerfläche möglichst optimal zu nutzen. Dies kühlt die ohnehin kalten Kellerwände zusätzlich ab und verringert an den Stellen die Luftzirkulation, sodass sich hinter den Kartons Feuchtigkeit ansammelt, welche den Schimmel bestens gedeihen lässt. Hinzu kommt, dass der Schimmel auch auf den Kartons bzw. der Kleidung einen perfekten Nährboden findet. Werden die Kartons flächig auf den kalten, meist nassen Boden gestellt, kann sich Schimmel auch an den Unterseiten der Kartons bilden und den Kartoninhalt befallen.

 

Schimmel im Keller entfernen

Bevor Sie mit der Schimmelbehandlung beginnen, achten Sie auf alle Schutzmaßnahmen beim Umgang mit Schimmel:

  • Schimmelpilze nicht mit bloßen Händen berühren – Schutzhandschuhe!
  • Schimmelsporen nicht einatmen – Mundschutz!
  • Schimmelsporen nicht in die Augen gelangen lassen – Schutzbrille!
  • Nach der Schimmelpilzbehandlung duschen und Kleidung waschen, falls kein Einwegoverall getragen wurde.

Entfernen Sie Schimmel im Keller nur selbstständig, wenn die schimmelbefallene Fläche weniger als 0,5 m2 Fläche beträgt. Vergewissern Sie sich, dass der Kellerraum vor der Behandlung ausreichend belüftet ist. Da Keller meist kleine oder fest verglaste Fenster haben, muss eine zusätzliche Belüftung sichergestellt werden. Öffnen Sie dafür Fenster und nutzen Sie Ventilatoren, um die Belüftung zusätzlich zu verstärken. Entfernen Sie alle nass gewordenen oder schimmelinfizierten Gegenstände wie Pappkartons, Verpackungen oder Zeitschriften und Bücher. Chlor- oder biozidhaltige Schimmelentferner aus dem Baumarkt können den Schimmel nicht nur effizient entfernen, sondern haben oft auch eine schimmelvorbeugende Wirkung. Alternativ können Sie auch auf Hausmittel zurückgreifen. Hier sind zwei Hausmittel, die sich im Kampf gegen den Schimmel bewährt haben:

 

Hochprozentiger Alkohol (70%)

Schimmel lässt sich mit hochprozentigem Alkohol gut behandeln. Tränken Sie dafür einen Lappen mit dem Alkohol und wischen Sie den Schimmel damit ab. Sie können den Alkohol auch in einen Zerstäuber füllen, aufsprühen und für eine kurze Zeit einwirken lassen und anschließend mit einem Papierhandtuch abwischen. Da sich Alkohol schnell verflüchtigt, lohnt sich eine mehrmalige Anwendung.

 

Backpulver

Geben Sie ¼ bis ½ Teelöffel (1-2ml) Backpulver in einen mit Wasser gefüllten Zerstäuber Wasser. Alternativ können Sie eine ½ Tasse (118ml) Backpulver mit einer Tasse Wasser (250ml) und einem Esslöffel Spülmittel vermengen. Geben Sie die Lösung auf die schimmelinfizierten Stellen und lassen das Ganze für einige Zeit einwirken. Bürsten Sie den Bereich anschließend mit einem Lappen und vergewissern Sie sich, dass Sie jeden Spalt und jede Ritze erreichen und nicht nur die unmittelbar sichtbare Oberfläche. Nutzen Sie anschließend ein nasses, sauberes Tuch um die Stellen abzuwischen. Lassen Sie den Keller gut trocknen, nutzen Sie dafür auch einen Ventilator oder gegebenenfalls einen Bautrockner.

Waschen und reinigen Sie alle schimmelbefallenen Gegenstände, die sie nicht entsorgen wollen, bevor Sie sie wieder im Keller lagern.

 

Schimmel im Keller vorbeugen

Solange die Ursachen nicht eliminiert werden, wird den Schimmel nichts von seiner Rückkehr abhalten. Das Human Ecology Magazin berichtet, dass sogar toter Schimmel Allergien auslösen kann und mikroskopisch kleinste Sporen, welche nicht komplett entfernt worden sind, für Jahre inaktiv sein können, bis sie wieder Umweltbedingungen finden, in denen sie wieder wachsen können. Vorbeugung ist daher das entscheidende Stichwort. Kontrollieren Sie in regelmäßigen Abständen Ihren Keller auf Undichtigkeiten und Dachrinne und Fallrohr auf Laubverstopfungen. Sorgen Sie dafür, dass im Keller verlegte Leitungen gut isoliert sind. Mit den folgenden Tipps können Sie noch effizienter Schimmel vorbeugen.

 

Richtiges Lüften:

Dieser Punkt überrascht zwar niemanden aber scrollen Sie dennoch nicht weiter! Im Keller herrschen andere Bedingungen als im Rest des Hauses, dementsprechend muss das Lüftungs- und Heizverhalten auch angepasst werden. Zur Erinnerung: Im Winter sind teils oder komplett vom Erdboden eingerahmte Keller tendenziell wärmer und im Sommer kühler als die oberirdischen Räume. Diese Fakten müssen für das richtige Lüftungs- und Heizverhalten berücksichtigt werden.

In den Sommermonaten besteht wie bereits angesprochen die Gefahr der Sommerkondensation. Lüften Sie daher nur wenn die Außentemperatur mindestens 5°C unter der Kellertemperatur liegt, dies ist im Sommer meist frühmorgens und spätabends der Fall. Falls aufgrund von Hitzerekorden auch dann die Temperaturen draußen höher sind, lohnt es sich den Keller aufzuheizen, damit die Raumluft viel Feuchtigkeit aufnehmen und – aufgrund des nun existierenden Temperaturgefälles (Thermophorese!) – abtransportieren kann. Die Außenluft sollte dabei auch trockener sein als drinnen. Nutzen Sie einen Thermo-Hygrometer um die Faktoren Luftfeuchtigkeit und Temperatur zuverlässig zu messen.

Tipp: Falls Sie kein Instrument zur Temperatur- und Luftfeuchtigkeitsmessung zur Verfügung haben, können Sie auch eine im Keller gelagerte Flasche nutzen. Beschlägt die Flasche an der Außenluft, dann darf der Keller nicht gelüftet werden.

Die Kellerlüftung verläuft im Winter wesentlich entspannter. Sie kann zu jeder beliebigen Tageszeit durchgeführt werden. In den Wintermonaten ist es im Keller wärmer als draußen. Dies ist die ideale Voraussetzung, um den Keller zu lüften und gut auszutrocknen. Stoß- oder Querlüften Sie 2-3-mal am Tag für 5 Minuten. Verzichten Sie am besten ganz auf eine Kipplüftung im Winter, um die Fensterlaibungen nicht zu sehr auszukühlen. Falls in Ihrem Keller auch Waschmaschine, Wäschetrockner und Zentralheizung ihren Platz finden, können Sie den Raum auch ein wenig aufheizen, damit die Raumluft vor der Lüftung viel Feuchtigkeit aufnehmen kann.

 

Wandabstand

Achten Sie beim Einräumen des Kellers mit Kartons und Kisten auf einen Abstand zum Boden und vor allem zu den Kellerwänden. Regale sollten mit einem Abstand von mindestens 5-10 Zentimetern zur Außenwand angebracht werden. Stapeln Sie Kartons nicht unmittelbar auf dem Boden, sondern stellen Sie sie auf Holzleisten oder einen Podest.

 

Luftentfeuchter

Luftentfeuchter können die Luftfeuchtigkeit im Raum deutlich senken und das Schimmelrisiko reduzieren. Der bekannteste Luftentfeuchter-Typ ist der Kondensationsentfeuchter. Er saugt im ersten Schritt die Raumluft durch Sauglüfter ein und bringt es zum Taupunkt, sodass die enthaltene Feuchtigkeit kondensiert. Anschließend wird die trockene Luft erhitzt, damit sie wieder Luftfeuchtigkeit aufnehmen kann und der Raumluft zugeführt. Ein Luftentfeuchter im Keller ist besonders praktisch, wenn Wäsche im Keller gewaschen und getrocknet wird

 

Richtige Planung

Der Keller ist bekanntlich das Problemkind des Hauses. Viele Hausbauer sind sich daher nicht sicher, ob Sie überhaupt einen Keller einplanen sollen. Späteren Schimmel- oder Feuchtigkeitsproblemen im Keller können Sie jedoch mit der richtigen Planung gut vorbeugen.

Schwarze Wanne

Manche Baustoffe, die heute noch Verwendung finden, sind sehr alt. Bereits zwischen 5000 und 4000 v.Chr. verwendeten jungsteinzeitliche Schiffsbauer in Mesopotamien Bitumen, um ihre aus Schilf gefertigten Boote wasserdicht zu halten. Bei Bitumen handelt es sich um ein Kohlenwasserstoffgemisch, das aus Erdöl gewonnen wird oder auch als sogenannter Naturasphalt an der Erdoberfläche vorkommt. Die schwarze Wanne bezeichnet eine vollflächige Dichtungshaut meist auf Basis von Bitumenbaustoffen. Bitumen ist wasserundurchlässig und hat vielfältige Verarbeitungsmöglichkeiten. Auch eine nachträglich sanierte schwarze Wanne schützt Ihr Haus zuverlässig für mindestens 40 Jahre und mehr.

Weiße Wanne

Die weiße Wanne setzt sich aus wasserundurchlässigen Betonteilen (WU-Beton) und Abdichtungen zusammen. Untersuchungen haben gezeigt, dass drückendes Wasser in den WU- Beton nicht mehr als 7 cm eindringt. Der Feuchtetransport in die Innenräume wird dadurch unterbunden. Ein weiterer Vorteil ist ihre Langlebigkeit. Die Lebensdauer von WU-Beton wird auf 60-80 Jahre geschätzt. Damit die weiße Wanne ihre Eigenschaften komplett ausfalten kann, muss sie korrekt konstruiert werden.

Kellerdämmung

Mit einer Kellerdämmung können Sie nicht nur das Schimmelrisiko minimieren, sondern auch Heizkosten senken. Schließlich tragen Kellerwände und Kellerdecken enorm zu den Energieverlusten des Hauses bei. Das Dämmen der äußeren Kellerwände und die Wärmedämmung unterhalb der Bodenplatte wird als Perimeterdämmung bezeichnet und stellt beim Neubau kein Problem dar. Eine nachträgliche Sanierung eines Altbaus ist hingegen mit hohen Kosten verbunden. Eine Innendämmung ist eine Alternative, wenn eine Dämmung von außen nicht in Frage kommt. Entscheiden Sie zunächst, für welchen Zweck Sie Ihren Keller nutzen wollen. Ein Nutzkeller benötigt eine andere Art der Dämmung als ein beheizter Wohnraum. Um Schimmel im Keller effektiv vorzubeugen, sollten Sie Kellerwände und Kellerboden gleichermaßen dämmen.

Multifunktional

Nehmen Sie Feuchtigkeit und Schimmel im Keller nicht als Normalzustand hin. Vorbei sind die Zeiten in denen der Keller nur als Waschküche genutzt wurde oder als Aufbewahrungsort von ungewollten Gegenständen galt. Ob Arbeitszimmer, Sauna, Fitness- oder Hobbyraum – egal was Sie mit Ihrem Keller anstellen wollen, achten Sie auf unsere Tipps, damit Sie ihn immer schimmelfrei nutzen können.

 

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