Schimmelursachen

Schimmelpilze sind Mikroorganismen, mit einer enorm wichtigen Aufgabe: Sie sind maßgeblich bei der Zersetzung von organischer Materie beteiligt. So könnte beispielsweise kein Komposthaufen ohne sie funktionieren. Wenn wir aber die Sporen des Schimmels in zu großen Mengen einatmen, drohen uns Menschen Gesundheitsgefahren wie Allergien oder Erkrankungen der Atemwege. Zum Wachsen und Gedeihen brauchen Schimmelpilze vor allem eines: Feuchtigkeit!

Ist diese ausreichend vorhanden, dann ist es dem Schimmelpilz auch vollkommen egal, wo er wächst. Ob im Keller, im Kinderzimmer oder im Bad, überall da, wo viel Feuchtigkeit und organischer Nährboden (Tapete, Holz, Hausstaub, usw.) zusammenkommen, kann der Schimmel wachsen und Ihre Gesundheit gefährden.

Die Ursachen für zu viel Feuchtigkeit lassen sich zunächst in drei Gruppen aufteilen:

Baulich bedingte Ursachen

Diese Ursachen existieren durch Fehler bei der Bauplanung bzw. deren Ausführung. Wärmebrücken entstehen besonders oft an Fensterstürzen oder an herausstehender Stahl- oder Betonteile, die nur mangelhaft gedämmt sind. Eine unzureichende Fassadendämmung kann auch zu Kondenswasser an kalten Innenwänden führen. Eine Folge einer unzureichenden Dampfsperre im Dach, kann zu Tauwasser in der Dämmschicht führen und ist ein guter Nährboden für Schimmel. Sickerwasser, das wegen fehlender Abdichtung der Kelleraußenwand eindringen kann zählt ebenfalls zu den baulich bedingten Schimmelursachen.

Nutzungsbedingte Schimmelursachen

Entgegen der weitverbreiteten Meinung, sind falsches Lüften und Heizen nicht die häufigste Schimmelursache. Trotzdem muss unbedingt darauf geachtet werden, dass feuchte Raumluft durch korrektes Stoßlüften nach außen transportiert wird.

Warme Luft kann viel mehr Wasser speichern, als kalte Luft. Wird deshalb warme, feuchte Luft abgekühlt, verliert sie das gespeicherte Wasser. Es kondensiert. Sie können das besonders gut beobachten, wenn Sie im Winter kochen. Die Fensterscheiben sind dann sehr kalt. Die Raumluft der Küche wird mit dem Wasser vom Herd angereichert. Die Folge ist, dass die Scheiben beschlagen, da das Wasser dort kondensiert.

Bei kurzem Stoßlüften können Sie die feuchte Luft des Raumes nach draußen transportieren. Bei dauerhaftem Kipplüften dagegen kühlen Möbel, Wände und Gegenstände im Raum ab. Die feuchte Luft kondensiert beispielsweise an der Wand und sorgt in Folge für einen Schimmel-Nährboden.

Fazit

Lüften Sie regelmäßig mit komplett geöffneten Fenstern. 3-4 Mal am Tag ist empfehlenswert. Im Winter sollten Sie zwischen 5 und 10 Minuten lüften. Im Frühling und Herbst 10-20 Minuten und im Sommer bis zu 30 Minuten.

Mit einem Hygrometer können Sie die Raumluftfeuchte einfach überwachen.

Havarie

Hierbei handelt es sich um Ursachen, die durch äußere Einflüsse entstehen. Beispiele sind Rohrbrüche, verrutschte Dachziegel, Hochwasser oder ein Rückstau aus dem Abwassersystem. Die Ursachen sollten schnellstmöglich erkannt und beseitigt werden. Um anschließend die feuchten Wände zu trocknen eignen sich Bautrockner oder Heizstrahler am besten.

Weiterführende Links:

https://www.co2online.de/energie-sparen/heizenergie-sparen/lueften-lueftungsanlagen-fenster/richtig-lueften/

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